Begriffe

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Lebensbereiche

Mit dem Begriff »Lebensbereiche« arbeitet die Ziel- und Leistungsplanung. Anhand der Lebensbereiche werden die Bedarfe einer Person beschrieben und die Betreuungs-Leistungen geplant.

Die Lebensbereiche sind im Teilhabe-Instrument Berlin TIB (Land Berlin) und im Integrierten Teilhabe-Plan ITP (Land Brandenburg) in Details unterschiedlich beschrieben.
Beide Instrumente beziehen sich auf die ICF-Domäne d – Aktivitäten und Partizipation (Teilhabe)1. Dort sind neun Lebensbereiche d1 bis d9 benannt, in denen es jeweils um die Möglichkeiten, Fähigkeiten und Kompetenzen der Person geht:

d1 – Lernen und Wissensanwendung
Zum Beispiel schreiben und rechnen lernen, Aufgaben lösen und Entscheidungen treffen können

d2 – Allgemeine Aufgaben und Anforderungen
Zum Beispiel wiederkehrende und alltägliche Aufgaben übernehmen, Termine organisieren und mit Stress umgehen können

d3 – Kommunikation
Zum Beispiel mit anderen sprechen, zuhören, Fragen stellen und mit Telefon und Computer nutzen können

d4 – Mobilität
Zum Beispiel Fahrrad fahren oder den ÖPNV nutzen können

d5 – Selbstversorgung
Zum Beispiel sich waschen, pflegen, essen, trinken und auf seine Gesundheit achten können

d6 – Häusliches Leben
Zum Beispiel einkaufen, kochen und putzen können

d7 – Interpersonelle Interaktion und Beziehungen
Zum Beispiel Zufriedenheit zeigen, Kritik äußern, Gefühle erkennen und ausdrücken, Aggressionen regulieren, Beziehungen eingehen und pflegen können

d8 – Bedeutende Lebensbereiche
(Erziehung, Arbeit und Beschäftigung, Wirtschaftliches Leben)
Zum Beispiel Tagesstruktur wahrnehmen, pünktlich zur Arbeit fahren, Geld sparen können

d9 – Gemeinschafts-, soziales und staatsbürgerliches Leben
Zum Beispiel sich gemeinsam mit anderen an Kultur, Sport und Spiel beteiligen oder an politischen Wahlen teilnehmen können

Im Material Fallbesprechung – Fragenkatalog finden Sie eine Vielzahl an Fragen, um die Bedarfe für jeden Lebensbereich einer Person besser beschreiben zu können.

Hintergrund:
Die ICF klassifiziert nach verschiedenen Komponenten von Gesundheit. Diese Komponenten werden auch »Domänen« genannt.2 Diese sind:
b – Körperfunktionen
s – Körperstrukturen
d – Aktivitäten und Partizipation (Teilhabe)
e – Umweltfaktoren
i – Personenbezogene Faktoren

  1. vgl. REHADAT ICF-Lotse: Klassifikation – d Aktivitäten und Partizipation. https://www.rehadat-icf.de/de/klassifikation/aktivitaeten-partizipation/ [Abruf 2.2.2024] und
    bar-frankfurt.de/fileadmin/dateiliste/_publikationen/reha_grundlagen/pdfs/Listen_Einfluesse_Kontextfaktoren_Lebensbereich.pdf [Abruf 31.1.2024]
  2. Siehe auch: https://www.bar-frankfurt.de/themen/icf/grundlagen-der-icf/komponenten.html [Abruf 31.1.2024]

DME / JHL / HW / SIR

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